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Erzgebirge

Die Motorrad-Reviere im Erzgebirge

Orte, Namen und was den Teilräumen ihr Gesicht gibt.

Das Erzgebirge ist Bergbauland, das man am besten im Sattel erschließt: Über 800 Jahre Silber- und Zinnbergbau haben eine Kulturlandschaft geformt, die seit 2019 als grenzüberschreitendes UNESCO-Welterbe geführt wird. Für Motorradfahrer heißt das kurvige Kammstraßen auf Höhen um 900 Meter, eine offene Grenze nach Böhmen und mit dem Sachsenring eine Grand-Prix-Strecke am Nordrand. Was die einzelnen Ecken ausmacht, steht hier.

Der Kamm und der Fichtelberg – das Dach Sachsens

Motorradfahrer auf einer Straße durch eine weite, hügelige Wiesenlandschaft mit einzelnen Bäumen
Auf der Grenzkammstraße auf tschechischer Seite, in über 800 Metern Höhe. Die Kammstraßen haben lange Blickachsen nach beiden Seiten.

Dem Höhenrücken folgen die Kammstraßen, die über weite Strecken oberhalb von 800 Metern verlaufen und lange Blickachsen nach beiden Seiten haben. Höchster Punkt ist der Fichtelberg mit rund 1.215 Metern, der höchste Berg Sachsens; zu seinen Füßen liegt Kurort Oberwiesenthal, mit rund 914 Metern die höchstgelegene Stadt Deutschlands und über die schmalspurige Fichtelbergbahn ab Cranzahl mit Dampf erreichbar. Der Kamm ist schneesicher und länger gesperrt als das Umland – die Motorradsaison beginnt hier später und endet früher.

Bergbau & Welterbe

Die Silberstraße und das Bergbau-Welterbe

Motorrad mit rotem Tank und Koffern kommt zwischen blühenden Wiesen und Bäumen auf den Betrachter zu
Unterwegs im Osterzgebirge. Übergänge nach Böhmen gibt es reichlich, von Reitzenhain und Bärenstein bis Zinnwald und Deutschneudorf.

Der rote Faden der Region ist die Silberstraße, die von Zwickau bis Dresden dem alten Weg des Edelmetalls folgt. Sie verbindet Schaubergwerke, Besucherstollen und Bergstädte zu einer Tagestour mit klaren Etappen. Als Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist die Kulturlandschaft seit 2019 grenzüberschreitendes UNESCO-Welterbe. Einen Halt wert ist Seiffen, das Spielzeugdorf, in dem Nussknacker und Räuchermännchen bis heute in Serie gedrechselt werden.

Die Bergstädte – Etappenziele mit Substanz

Steinerner Aussichtsturm und rotes Auersberghaus auf dem Gipfel des Auersbergs
Der 1.018 Meter hohe Auersberg liegt unweit der tschechischen Grenze

Annaberg-Buchholz trägt mit der Annenkirche die größte spätgotische Hallenkirche Sachsens; Marienberg wurde 1521 als planmäßige Bergstadt der Renaissance mit einem der größten Marktplätze der Region angelegt; Schwarzenberg staffelt sich mit Schloss und Kirche über der Altstadt. Die Orte liegen dicht genug beieinander, dass sich mehrere an einem Tag verbinden lassen, und bieten Tankstellen, Werkstätten und Einkehr – auf dem dünn besiedelten Kamm nicht selbstverständlich.

Über die Grenze – die böhmische Seite

Motorrad auf der Silberstraße zwischen dichtem Fichtenwald
Silberstraße zwischen Gottesgab und Zlatý Kopec

Nach Süden ist die Grenze nach Tschechien offen, und die böhmische Seite gehört zur selben Montanregion. Fast gegenüber dem Fichtelberg steht der Klínovec (Keilberg) mit rund 1.244 Metern – der höchste Gipfel des gesamten Erzgebirges, höher als jeder Punkt auf der sächsischen Seite. Von den Grenzübergängen führen wenig befahrene Straßen zu den Bäderstädten Karlsbad und Marienbad. Grüne Versicherungskarte und Fahrzeugpapiere gehören ins Gepäck, dazu ein Blick auf die tschechischen Tempolimits vor der ersten Grenzfahrt.

Natur

Täler und Talsperren – die kurvige Nordseite

Motorrad auf einer Kammstraße durch Wald und Wiesen des Erzgebirges
Kammstraße durch den Erzgebirgswald

Zur sächsischen Seite fällt das Gebirge in Kerbtälern ab, und hier liegen die engsten Kehren. Um Aue und im Muldental winden sich die Straßen durch dichte Wälder, vorbei an den Greifensteinen bei Ehrenfriedersdorf, einer Gruppe frei stehender Granitfelsen. Die Talsperren Rauschenbach und Cranzahl stauen das Wasser des Kamms; die Straßen an ihren Ufern sind kurvig und schwach befahren. Diese Nordabdachung ist fahrerisch abwechslungsreicher als der Kamm und weniger dem Wetter ausgesetzt.

Der Sachsenring – die Grand-Prix-Strecke am Nordrand

Beleuchtete Holzstiegen und Abbaukammer im Johannesstolln
Der Johannesstolln gehört zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge

Am Nordrand des Erzgebirges, bei Hohenstein-Ernstthal, liegt der Sachsenring, deutscher Austragungsort der MotoGP und eine der traditionsreichsten Rennstrecken des Landes. Renn-, Trainings- und Trackday-Termine laufen über den Betreiber und gehören vor einem Besuch geprüft. Von hier ist der Weg ins Gebirge kurz – die Kammanstiege beginnen keine Tagesetappe entfernt.

Touren-Tipp im Erzgebirge

Augustusburg & Sachsenring - Traumhafte Erlebnistour!

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Wer mit dem Motorrad im Erzgebirge unterwegs ist, der muss einfach diese Tour zum Sachsenring fahren. Außerdem lernt man dabei die Augustusburg mit seinem bekannten Motorradmuseum kennen.

Unterkunft im Erzgebirge

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