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Erzgebirge

Streckensperrungen Erzgebirge

4 gemeldete Sperrungen im Erzgebirge – mit voraussichtlichem Ende, dazu Streckenzustand und Gefahrenstellen.

Aktuell gesperrt

Strecke / StelleWas & warumBis wann
Grenzübergang Olbernhau – Brandov (CZ)Der Übergang zwischen Olbernhau und Brandov ist nur für Fußgänger und Radfahrer passierbar; Kraftfahrzeuge können hier nicht nach Tschechien wechseln. Die nächstgelegenen Pkw-Übergänge im mittleren Erzgebirge sind Deutschneudorf – Nová Ves v Horách, Deutschkatharinenberg – Hora Sv. Kateřiny und Deutscheinsiedel – Mníšek.dauerhaft
Grenzübergang Rübenau – Načetín (CZ)Der Übergang von Rübenau nach Načetín ist nur für Fußgänger und Radfahrer geöffnet. Motorisierter Verkehr muss die benachbarte Grenzbrücke nach Kalek nehmen, die seit Anfang 2008 für den Pkw-Verkehr freigegeben ist.dauerhaft
Waldwege im Trinkwasserschutzgebiet der Talsperren Neunzehnhain I und II (Erzgebirgskreis)Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen stellt klar, dass in der Trinkwasserschutzzone das Befahren von Waldwegen mit Autos, Motorrädern, Mopeds und Ähnlichem nicht erlaubt ist und Fußgänger wie Radfahrer die öffentlichen Wege nicht verlassen dürfen. Anlass der Mitteilung waren wiederholte Verstöße durch schnelles Fahren und Geländefahrten mit Motorrädern.dauerhaft
Fichtelberg-Plateau bei Kurort Oberwiesenthal, Bereich vor dem FichtelberghausNach dem Umbau des Gipfelbereichs mit Kreisverkehr steht der Bereich vor dem Fichtelberghaus laut Erzgebirgskreis in Zukunft ausschließlich Fußgängern zur Verfügung. Die Auffahrt über B 95 und Fichtelbergstraße endet für den Kfz-Verkehr am Kreisverkehr.dauerhaft

Stand: 30.07.2026 · Tagesaktuelle Lage vor der Tour über den Verkehrswarndienst prüfen.

Streckenlage

Streckenzustand im Erzgebirge: Frostschäden, Kammnebel und Grenzübergänge

Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge mit langen Kammlagen, vielen Höhenmetern und einem ausgeprägten Wechsel zwischen weiten Panoramaabschnitten und engen, schattigen Talstrecken. Für Motorradfahrer zählt daran vor allem eines: Belag und Wetter ändern sich auf wenigen Kilometern erheblich. Wer hier oben unterwegs ist, plant defensiver als im Flachland und rechnet jederzeit mit nasser Fahrbahn, Splitt aus Forstwegen und Wild am Streckenrand.

Die wichtigsten überregionalen Achsen sind die Bundesstraßen, die das Gebirge erschließen. Die B101 verbindet als Nord-Süd-Achse den Raum Freiberg über Brand-Erbisdorf in Richtung Annaberg-Buchholz und führt durch hügeliges, teils kurviges Gelände. Die B174 zieht von Chemnitz über Zschopau und Marienberg bis zum Grenzübergang Reitzenhain Richtung Tschechien und ist eine der am stärksten frequentierten Routen der Region. Die B171 verläuft als Längsverbindung im mittleren Erzgebirge unter anderem über Olbernhau und ist ein klassischer Baustein vieler Touren, die anschließend auf die Kammlagen Richtung Altenberg wechseln. Abseits der Bundesstraßen, auf der Kammstraße entlang des Gebirgskamms, fährst du landschaftlich am schönsten, aber auch auf Strecken, die im Winter stark beansprucht werden.

Rund um den Fichtelberg und den Kurort Oberwiesenthal liegen die höchstgelegenen Abschnitte der Region. Oberwiesenthal ist mit 914 Metern über dem Meeresspiegel die höchstgelegene Stadt Deutschlands, und genau hier zeigt sich, warum die Kammlagen ihre eigenen Regeln haben: Hier liegt im Schnitt an rund 100 Tagen im Jahr Schnee, und die Schneedecke erreicht ihr Maximum von durchschnittlich etwa 95 Zentimetern Mitte März. Diese intensive Wintersaison ist der Hauptgrund, warum der Asphalt im Erzgebirge stärker leidet als in milderen Landstrichen.

Wintersport-Folgen für den Belag: Frost-Tau-Wechsel sprengen über die Monate kleine Risse zu Schlaglöchern auf, Streusalz und Splitt greifen die Fahrbahn an, und im Frühjahr bleibt Rollsplitt oft wochenlang in Kurven und an Einmündungen liegen. Zu Saisonbeginn lohnt es sich, die ersten Touren betont vorsichtig anzugehen — gerade in schattigen Nordhang-Kurven, wo Feuchtigkeit und Splitt am längsten halten. Auch nach Forstarbeiten findet sich regelmäßig Lehm und Erde auf der Straße.

Typische Gefahrenstellen sind die langen Gefällestrecken hinunter in die Täler, in denen Bremsen warmlaufen und blinde Kurven sich häufen, sowie die Kammübergänge, auf denen der Wind und plötzlich aufziehender Nebel die Sicht binnen Minuten einschränken können. In den Tälern der Zschopau, der Flöha und der Mulde wechseln sich enge Ortsdurchfahrten mit kurvigen Flussabschnitten ab — hier sind Tempo und Vorausschau entscheidend.

Grenzregion Tschechien: Mehrere Routen enden an Grenzübergängen wie Reitzenhain, Bärenstein/Vejprty oder Oberwiesenthal/Boží Dar. Auf der böhmischen Seite im Krušnohoří gilt für Motorräder die Pflicht zum Licht am Tag; eine Vignette brauchen Krafträder in Tschechien nicht, auch nicht auf Autobahnen und Schnellstraßen. Reisepass oder Personalausweis gehören trotzdem in die Jackentasche, auch wenn an den Übergängen meist nicht kontrolliert wird.

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